Ubuntu Linux auf dem Lifebook E8020D (ATI)
Datum: 22. Dezember 2006 - Zuletzt aktualisiert: 01. Oktober 2008 - Kategorie Ubuntu/Debian
Lifebook E8020D: ATI-Modell
Im Folgenden geht es um das Lifebook E8020D mit ATI-Grafik von Fujitsu-Siemens. Es gibt auch eine Variante mit Intel-Grafik, die statt AC97 auch HDA-Sound bietet. Trotz schwächerem Akku hält dort auch der Akku länger.
Verwendete Linux-Distributionen
Ubuntu Breezy, Ubuntu Dapper, Ubuntu Edgy, Ubuntu Feisty, Ubuntu Gutsy. Im Folgenden wird von einem Kernel 2.6.15 (Ubuntu Dapper) oder höher ausgegangen - unter Ubuntu Breezy gab es noch einige Probleme mehr.
Debian Etch funktioniert genauso gut wie Ubuntu, allerdings kann ich nicht beurteilen, wie viel man von Hand konfigurieren muss - durch meine debootstrap-Installation war bei mir mehr zu tun als normal.
Hardware-Unterstützung - Übersicht
| Komponente | Unterstützung | Treiber | Bemerkung | |
|---|---|---|---|---|
| CPU | Intel Pentium M | gut | cpufreq / speedstep-centrino | Frequenzanpassung funktioniert, C3-Schlafmodus funktioniert, Throttling nicht verfügbar. Tipp: Undervolting |
| RAM | 1 GB Infineon DDR2-533 | sehr gut | Bei 1 GB RAM muss im Kernel highmem oder 1GB Lowmem aktiviert sein. | |
| ACPI | eingeschränkt | Die DSDT enthält kaum Fehler, allerdings sind viele Dinge gar nicht vorhanden, z.B. Temperatur, Lüfter, Displayhelligkeit. | ||
| Suspend-to-disk | gut | Funktioniert in Ubuntu out-of-the-box - bei Nutzung des freien Grafiktreibers radeon. Suspend2 ungetestet. | ||
| Suspend-to-RAM | gut | Funktioniert in Ubuntu out-of-the-box - bei Nutzung des freien Grafiktreibers radeon. | ||
| Grafikkarte | ATI Mobility Radeon X600 64 MB | gut | radeon / fglrx | PowerPlay wird nicht unterstützt (in Windows aber auch nicht), Treiber radeon benötigt einen speziellen Parameter bei Flackern. Mehr zu radeon/fglrx. |
| Display | 15,1" 1400x1050 | sehr gut | Von Ubuntu und Debian wurde die korrekte Auflösung automatisch erkannt, keinerlei Probleme. Ab Kernel 2.6.24 softwaregesteuerte Helligkeitsregelung mittels fujitsu-laptop möglich. | |
| TV-Out | ungetestet | Sollte mit fglrx möglich sein. | ||
| VGA-Out | gut | Funktioniert mit radeon und Fn+F10, sollte auch mit fglrx möglich sein. Siehe auch VGA-Ausgang | ||
| Sound | Intel ICH6 AC'97 Audio | sehr gut | snd_intel8x0 | SPDIF-Ausgang ungetestet - scheint aber zu funktionieren, bei Umschaltung in VLC auf SPDIF leuchtet der Ausgang rot. |
| Modem | Intel ICH6 AC'97 Modem | (gut) | snd-intel8x0m | Funktioniert mit sl-modem-daemon sofort, zumindest Rufnummern anwählen geht problemlos. |
| Tastatur | sehr gut | Alle Tasten liefern ganz normal die Keycodes. Helligkeitssteuerung funktioniert unabhängig vom Betriebssystem. | ||
| Sondertasten 1-4 | eingeschränkt | apanel | apanel bei sourceforge: Hat bei mir nicht gut funktioniert, Tastendrücke wurden nicht zuverlässig erkannt. | |
| Touchpad | Synaptics Touchpad | sehr gut | synaptics | Lässt sich sehr ausführlich konfigurieren, besser als unter Windows. |
| Touchstick | Synaptics Touchstyk | eingeschränkt | synaptics | Bewegen des Mauscursors funktioniert, antippen für Klick nicht. |
| 1. Akku | sehr gut | Zur Laufzeit siehe Akku-Laufzeit. | ||
| 2. Akku | ungetestet | Der Multibay-Schacht wird erkannt, mangels Zweitakku ungetestet. | ||
| LAN | Broadcom NetXtreme BCM5751M Gigabit | sehr gut | tg3 | |
| WLAN | Intel Pro/Wireless 2200BG | sehr gut | ipw2200 | WPA/WPA2-Unterstützung. WLAN An/Aus-Schalter ist betriebssystemunabhängig. |
| SATA-Controller | Intel 82801FBM (ICH6M) SATA | sehr gut | libsata / AHCI | NCQ wird ab Kernel 2.6.18 unterstützt. |
| Festplatte | Fujitsu MHT2080BH | sehr gut | Keine Probleme, SMART-Daten auslesbar. | |
| IDE-Controller | Intel ICH6 IDE | sehr gut | piix | |
| DVD-Brenner | NEC ND-6650A | gut | Funktioniert einwandfrei, auch automatisch mit DMA. Hotswapping geht mit relativ aktuellem Kernel, z.B. 2.6.24. | |
| USB/USB 2.0 | sehr gut | ehci-hcd, uhci-hcd | ||
| PCMCIA | ungetestet | yenta_socket | ||
| Firewire | Texas Instruments TSB43AB21 IEEE-1394a-2000 | ungetestet | ieee1394, ohci_1394 | |
| Infrarot | ungetestet | smsc_ircc2 | Modul lädt mit bestimmten Optionen, siehe Infrarot. | |
| Bluetooth | ? | Ich habe ein Sondermodell ohne Bluetooth, deshalb keine Angabe. | ||
| LPT-Port | sehr gut | parport | ||
| COM-Port | sehr gut | serial | ||
| Cardreader | O2Micro Smartcardbus | ungetestet | OZSCRLX (?) | Hat bei einem kurzen Versuch nicht sofort funktioniert, dann nie mehr probiert. |
| Docking-Station | sehr gut | VGA (noch) ungetestet, DVI/LAN/Audio/Parallelport/Stromversorgung/USB funktioniert. Seriellport sollte auch kein Problem darstellen. | ||
Einige Details
Kernel-Konfiguration
In meiner .config für den Kernel 2.6.22 habe ich das meiste komplett deaktiviert und vieles direkt einkompiliert. Ich verwende einen mit dem ck Patchset sowie PHC-Patch (siehe Undervolting) modifizierten Vanilla-Kernel. Da ich NO_HZ nutze, habe ich auch den Kernel-Patch von der Tipps und Tricks-Seite von PowerTOP eingespielt. In der .config sollte außerdem die Resume-Partition angepasst werden!
Der Kernel ist ohne initrd lauffähig. Trotzdem ist die Unterstützung dafür im Kernel aktiviert, da dann UUIDs (für die Root-Partition) und der Ubuntu-Splashscreen funktionieren.
Suspend
Mit dem Ubuntu-Standardkernel funktioniert sowohl Suspend-to-disk (genannt Ruhezustand) als auch Suspend-to-RAM (genannt Bereitschaft) einwandfrei. Vor Ubuntu Feisty muss Suspend-to-RAM allerdings erst in der /etc/default/acpi-support aktiviert werden.
Suspend2 habe ich nie getestet.
Ich beziehe mich hier immer auf die Nutzung des freien Treibers radeon - mit fglrx funktioniert Suspend nicht (auf jeden Fall nicht ohne Weiteres).
Mit der oben verlinkten Kernel-Konfiguration funktioniert momentan Suspend-to-RAM im eigenen Kernel mit aktiviertem Framebuffer nicht (im Ubuntu-Standardkernel geht es mit vesafb). Es muss mindestens ein 2.6.19 sein (oder ein älterer mit entsprechendem Patch), vorher gab es Probleme mit dem Resume beim AHCI-Treiber!
CPU: Undervolting
Durch das Betreiben der CPU unter der Spezifikation kann man noch einige Minuten Laufzeit gewinnen - und der CPU-Lüfter geht deutlich weniger an. Die geringsten stabilen Spannungen muss man selbst austesten, jede CPU ist da unterschiedlich.
Mit einem Kernel-Patch (centrino-voltages.diff) lassen sich die CPU-Spannungen über /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_voltages ändern - beispielhaft mein Initskript, das die Spannungen in Millivolt setzt:
#!/bin/sh
. /lib/lsb/init-functions
case "$1" in
start|reload|force-reload|restart)
if test -e /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_voltages
then
log_begin_msg "Undervolting CPU..."
echo 800000 700 >> /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_voltages
echo 1067000 796 >> /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_voltages
echo 1333000 892 >> /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_voltages
echo 1600000 1020 >> /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_voltages
echo 2000000 1164 >> /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_voltages
log_end_msg 0
fi
;;
stop)
;;
*)
log_success_msg "Usage: /etc/init.d/cpu_voltages {start|stop|reload|force-reload|restart}"
exit 1
esac
exit 0
Update: Linux-PHC-Patch (Version 0.2.10)
Der Linux-PHC-Patch funktioniert ebenfalls sehr gut.
Für die Spannungs-Konfiguration in /etc/phc-config/undervolt benutze ich:
CUSTOM_VTABLE="800000:700,1067000:796,1333000:892,1600000:1020,2000000:1164"
Update: Linux-PHC-Patch (Version 0.3.0)
Wie bei Version 0.2.10, nur wird nun acpi-cpufreq genutzt (statt speedstep-centrino), sowie anderes Format der Konfigurationsdatei (mit VIDs statt Spannungen in Millivolt), in meinem Fall:
CUSTOM_VTABLE="29 20 12 6 0"
Synaptics-Touchpad: Konfiguration
Das Touchpad kann man über die /etc/X11/xorg.conf sehr gut konfigurieren - meine Konfiguration sieht so aus:
Section "InputDevice"
Identifier "Synaptics Touchpad"
Driver "synaptics"
Option "SendCoreEvents" "true"
Option "Device" "/dev/psaux"
Option "Protocol" "auto-dev"
Option "HorizScrollDelta" "0"
Option "LeftEdge" "1300"
Option "RightEdge" "5200"
Option "TopEdge" "1600"
Option "BottomEdge" "4400"
Option "FingerHigh" "25"
Option "FingerLow" "22"
Option "MaxTapTime" "180"
Option "MaxTapMove" "220"
Option "MaxDoubleTapTime" "180"
Option "MinSpeed" "0.08"
Option "MaxSpeed" "0.14"
Option "AccelFactor" "0.0006"
Option "VertScrollDelta" "100"
Option "HorizScrollDelta" "0"
Option "EmulateMidButtonTime" "0"
Option "LockedDrags" "false"
Option "RTCornerButton" "0"
Option "RBCornerButton" "0"
Option "LTCornerButton" "0"
Option "LBCornerButton" "0"
Option "TapButton1" "1"
Option "TapButton2" "2"
Option "TapButton3" "3"
Option "SHMConfig" "true"
EndSection
Grafikkarte: Framebuffer
Der VESA-Framebuffer funktioniert einwandfrei, auch in Verbindung mit fglrx. Ich nutze lange vesafb mit einer Auflösung von 1024x768 (vga=791), 1400x1050 erreicht man durch den Kernelparameter vga=834. Bei einem kurzen Test mit radeonfb stürtzte X bzw. der radeon-Treiber ab.
Grafikkarte: radeon/fglrx
Für schnelle 3D-Beschleunigung ist zur Zeit der proprietäre Treiber fglrx von ATI Pflicht. Er funktioniert anstandslos - sofern man kein Suspend will.
Ab Ubuntu Edgy kann man auch den freien Treiber radeon nutzen - und dies sogar mit AIGLX. Unter Ubuntu Dapper funktioniert radeon nur im 2D-Betrieb. Nutzt man fglrx, dann ist XGl als 3D-Aufsatz für Xorg die richtige Wahl - zumindest vor Version 8.42.3, die erstmals AIGLX-Unterstützung bietet.
Empfohlene Optionen für fglrx in der xorg.conf:
Section "Device"
Identifier "ATI Technologies, Inc. M24 1P [Radeon Mobility X600]"
Driver "fglrx"
BusID "PCI:1:0:0"
Option "UseInternalAGPGART" "no"
Option "KernelModuleParm" "agplock=0"
EndSection
Empfohlene Optionen für radeon in der xorg.conf:
Section "Device"
Identifier "ATI Technologies, Inc. M24 1P [Radeon Mobility X600]"
Driver "ati"
BusID "PCI:1:0:0"
# Option "DisplayPriority" "BIOS"
Option "AccelMethod" "XAA"
Option "XAANoOffscreenPixmaps" "true"
Option "EnablePageFlip"
Option "ColorTiling"
EndSection
(Die Option DisplayPriority ist nötig, wenn ein Flackern bzw. kleine Darstellungsfehler - meist Linien - auftreten.)
Helligkeitsregelung mit Kernelmodul fujitsu-laptop
Seit Kernel 2.6.24 gibt es das Kernelmodul fujitsu-laptop (Option CONFIG_FUJITSU_LAPTOP). Die Helligkeit lässt sich auslesen und regeln über:
cat /sys/class/backlight/fujitsu-laptop/actual_brightness echo 3 > /sys/class/backlight/fujitsu-laptop/brightness # Stufen 0..7
Wenn man das Modul in /etc/modules einträgt, dann funktioniert das Gnome-Applet zur Helligkeitsregelung nach dem nächsten Neustart automatisch.
Grafikkarte: VGA-Ausgang mit dem radeon-Treiber
Ohne weitere Einstellungen in der xorg.conf funktioniert bei mir die Fn+F10-Kombination zur Umschaltung - wenn man nicht das interne Display und den externen Monitor gleichzeitig benutzen will.
Will man beide parallel nutzen, tritt ein starkes Flimmern/Flackern am externen Monitor auf - zumindest bei meinem. Scheinbar werden die Daten nicht richtig ausgelesen, denn folgende Optionen in der xorg.conf helfen:
Section "Device"
Identifier "ATI Technologies, Inc. M24 1P [Radeon Mobility X600]"
Driver "ati"
BusID "PCI:1:0:0"
...
Option "MonitorLayout" "LVDS, CRT"
Option "CRT2HSync" "30.0-70.0" # an Monitor anpassen
Option "CRT2VRefresh" "50.0-80.0" #
EndSection
Wie man die xorg.conf optimal für 2 Bildschirme konfiguriert, habe ich noch nicht festgestellt - da ich es noch nie benötigt habe. Update: siehe nächster Abschnitt.
Grafikkarte: DVI über Docking-Station mit dem radeon-Treiber / xrandr
Der DVI-Anschluss an der Dockingstation wird von xrandr als "DVI-0" erkannt, mit xrandr lässt sich alles im laufenden Betrieb umkonfigurieren.
Ohne X erscheint erstmal auf dem internen Monitor das Bild, wenn das Notebook beim Booten aufgeklappt war. Wenn es geschlossen war, dann erscheint es auf dem externen. Beim Start von X wird automatisch gespiegelt, auf beiden mit der nativen Auflösung. Das bedeutet, dass es am größeren einen etwas unschönen Rand gibt. Meldet man sich an, ist auf dem kleineren nicht mehr der komplette Desktop zu sehen. Vorteilhaft ist es da, wenn beide die gleiche vertikale Auflösung haben (also 1050 Pixel).
Damit alles reibungslos geht, sollte man zwei Änderungen vornehmen: Zum einen sollte in den Energieoptionen "Ignorieren" bei "Beim Schließen des Deckels" gesetzt werden - beim internen Display passiert das automatisch durch die Hardware. Ubuntu dagegen deaktiviert auch das Bild am externen Display... Zweiter Punkt: Speziell für die Desktoperweiterung muss in der xorg.conf ein Eintrag gemacht werden - die 3080 kommen bei mir durch die internen 1400 plus die externen 1680 Pixel Breite zustande (sonst beschwert sich xrandr später):
Section "Screen"
Identifier "..."
...
SubSection "Display"
Depth 24
Virtual 3080 1050
EndSubSection
EndSection
Bild spiegeln (Standard beim Start von X):
xrandr --output DVI-0 --auto
Desktoperweiterung auf dem externen Monitor aktivieren:
xrandr --output DVI-0 --auto --right-of LVDS
Externen Monitor deaktivieren:
xrandr --output DVI-0 --off
Prinzipiell müsste es mit dem VGA-Out genauso problemlos gehen, das habe ich aber nicht getestet.
Ausgabe von xrandr bei aktivierter Desktoperweiterung (man sieht hier, dass auch alle anderen Ausgänge erkannt werden):
$ xrandr Screen 0: minimum 320 x 200, current 3080 x 1050, maximum 3080 x 1050 VGA-1 disconnected (normal left inverted right) DVI-0 connected 1680x1050+1400+0 (normal left inverted right) 474mm x 296mm 1680x1050 59.9*+ 60.0 1280x1024 75.0 59.9 1280x960 59.9 1152x864 75.0 74.8 1024x768 75.1 70.1 60.0 832x624 74.6 800x600 72.2 75.0 60.3 56.2 640x480 75.0 72.8 66.7 60.0 720x400 70.1 VGA-0 disconnected (normal left inverted right) LVDS connected 1400x1050+0+0 (normal left inverted right) 0mm x 0mm 1400x1050 60.2*+ 1280x800 60.0 1280x768 60.0 1024x768 60.0 800x600 60.3 640x480 59.9 S-video disconnected (normal left inverted right)
Grafikkarte: Takt senken
Da die verbaute X600 kein PowerPlay unterstützt, kann man den Takt selbst senken, um ein wenig Strom zu sparen. Bei mir sind 100 MHz Chip- und Speichertakt ausreichend und funktionsfähig. Dies geht sehr einfach mit rovclock (in den Repositories):
rovclock -c 100 -m 100
Wenn Darstellungsfehler auftreten: Takt erhöhen!
Bildschirm: Ausschalten erzwingen
Das Notebook hat keine Taste, um das Display sofort auszuschalten. Zuklappen hat zwar auch diesen Effekt, aber Alternativen sind immer gut (radeontool ist in den Repositories):
radeontool light off
Akku: Laufzeit und Ladung
Der Energieverbrauch liegt bei 18 W bis 20 W - je nach Akkustand, bei geringer Nutzung (z.B. Texte tippen) mit Undervolting der CPU und Untertakten der Grafikkarte, WLAN aus, Displayhelligkeit sehr niedrig. So kommt man auf eine Laufzeit von 3,5 Stunden. Den Zusatzakku habe ich nicht.
Die Ladezeit ist recht gering, nach nur einer Stunde laden ist man schon bei 75 Prozent der Gesamtkapazität.
Update: Intel PowerTOP
PowerTOP ist ein Tool für Intel-Hardware, ab Kernel 2.6.21. Es analysiert, wofür die CPU aufwachen muss und gibt ggf. einige Tipps zur Kernel-Konfiguration.
PowerTOP version 1.2 (C) 2007 Intel Corporation Cn Avg residency (5s) Long term residency avg C0 (cpu running) ( 4.0%) C1 0.0ms ( 0.0%) 0.0ms C2 8.0ms ( 1.9%) 2.5ms C3 8.1ms (94.1%) 4.2ms Wakeups-from-idle per second : 118.4 Power usage (ACPI estimate) : 18.0 W (4.7 hours left) Top causes for wakeups: 75.2% (101.2): radeon@pci:0000:01:00.0 4.6% ( 6.2) : libata ...
(Man sieht: Der radeon-Treiber macht pro Sekunde 100x irgendetwas... das wird hoffentlich bald verbessert.)
Update:
Seit Ubuntu Gutsy besteht dieses Problem scheinbar nicht mehr:
PowerTOP version 1.9 (C) 2007 Intel Corporation Cn Avg residency P-states (frequencies) C0 (cpu running) ( 0,8%) 2,00 Ghz 0,6% C1 0,0ms ( 0,0%) 1,60 Ghz 0,0% C2 0,8ms ( 0,5%) 1333 Mhz 0,0% C3 74,7ms (98,7%) 800 Mhz 99,4% Wakeups-from-idle per second : 19,5 interval: 20,0s Power usage (ACPI estimate): 17,5W (4,6 hours) Top causes for wakeups: 13,8% ( 2,2) gnome-terminal : schedule_timeout (process_timeout) 13,4% ( 2,1) Xorg : do_setitimer (it_real_fn) 11,2% ( 1,8) gnome-panel : schedule_timeout (process_timeout) ...
LAN/WLAN: Automatische Netzwerkkonfiguration
Unter Ubuntu gibt es zum einen den NetworkManager, der sehr komfortabel ist und immer versucht, eine Netzwerkverbindung zu haben. Leider unterstützt dieser keine statischen IP-Adressen.
Eine weitere Möglichkeit besteht in der Nutzung von ifplugd zur Erkennung von Ereignissen, guessnet zur Erkennung der gewünschten Netzwerkkonfiguration in Verbindung mit wpa_supplicant für:
Dynamische Netzwerkkonfiguration mit Ubuntu
Infrarot
Das Kernel-Modul lädt mit bestimmten Einstellungen, hier die dmesg-Ausgabe:
Overriding FIR address 0x0400 Overriding SIR address 0x02e8 SMsC IrDA Controller found IrCC version 2.0, firport 0x400, sirport 0x2e8 dma=3, irq=3 No transceiver found. Defaulting to Fast pin select IrDA: Registered device irda0
Mangels IrDA-Geräten kann ich dies aber nicht testen.
Mit folgenden Einstellungen hat bei mir das Laden des Moduls geklappt:
Im BIOS die Standardeinstellungen lassen (IRQ 3, DMA 3, I/O 2E8-2EF (entspricht COM4), I/O 400-43F). Dann wird das Tool smcinit benötigt - am besten gleich das Paket irda-utils installieren.
Dann in /etc/modprobe.d/irda-utils eintragen:
alias irda0 smsc-ircc2 install smsc-ircc2 /usr/sbin/smcinit -v -t /dev/ttyS3 -f 0x400 -s 0x2e8 -d3 -i3 ; /sbin/modprobe --ignore-install smsc-ircc2 options smsc-ircc2 ircc_dma=3 ircc_fir=0x400 ircc_irq=3 ircc_sir=0x2e8
Suspend macht bei mir mit diesem Modul Probleme. Ein einfaches vorheriges Entladen hat bei mir nicht ausgereicht, um diese zu lösen.
Hardware-Auflistung: lspci
00:00.0 Host bridge: Intel Corporation Mobile 915GM/PM/GMS/910GML Express Processor to DRAM Controller (rev 03) 00:01.0 PCI bridge: Intel Corporation Mobile 915GM/PM Express PCI Express Root Port (rev 03) 00:1c.0 PCI bridge: Intel Corporation 82801FB/FBM/FR/FW/FRW (ICH6 Family) PCI Express Port 1 (rev 04) 00:1c.1 PCI bridge: Intel Corporation 82801FB/FBM/FR/FW/FRW (ICH6 Family) PCI Express Port 2 (rev 04) 00:1d.0 USB Controller: Intel Corporation 82801FB/FBM/FR/FW/FRW (ICH6 Family) USB UHCI #1 (rev 04) 00:1d.1 USB Controller: Intel Corporation 82801FB/FBM/FR/FW/FRW (ICH6 Family) USB UHCI #2 (rev 04) 00:1d.2 USB Controller: Intel Corporation 82801FB/FBM/FR/FW/FRW (ICH6 Family) USB UHCI #3 (rev 04) 00:1d.3 USB Controller: Intel Corporation 82801FB/FBM/FR/FW/FRW (ICH6 Family) USB UHCI #4 (rev 04) 00:1d.7 USB Controller: Intel Corporation 82801FB/FBM/FR/FW/FRW (ICH6 Family) USB2 EHCI Controller (rev 04) 00:1e.0 PCI bridge: Intel Corporation 82801 Mobile PCI Bridge (rev d4) 00:1e.2 Multimedia audio controller: Intel Corporation 82801FB/FBM/FR/FW/FRW (ICH6 Family) AC'97 Audio Controller (rev 04) 00:1e.3 Modem: Intel Corporation 82801FB/FBM/FR/FW/FRW (ICH6 Family) AC'97 Modem Controller (rev 04) 00:1f.0 ISA bridge: Intel Corporation 82801FBM (ICH6M) LPC Interface Bridge (rev 04) 00:1f.1 IDE interface: Intel Corporation 82801FB/FBM/FR/FW/FRW (ICH6 Family) IDE Controller (rev 04) 00:1f.2 SATA controller: Intel Corporation 82801FBM (ICH6M) SATA Controller (rev 04) 00:1f.3 SMBus: Intel Corporation 82801FB/FBM/FR/FW/FRW (ICH6 Family) SMBus Controller (rev 04) 01:00.0 VGA compatible controller: ATI Technologies Inc M24 1P [Radeon Mobility X600] 02:00.0 Ethernet controller: Broadcom Corporation NetXtreme BCM5751M Gigabit Ethernet PCI Express (rev 11) 06:03.0 CardBus bridge: O2 Micro, Inc. OZ711M1/MC1 4-in-1 MemoryCardBus Controller (rev 20) 06:03.1 CardBus bridge: O2 Micro, Inc. OZ711M1/MC1 4-in-1 MemoryCardBus Controller (rev 20) 06:03.2 System peripheral: O2 Micro, Inc. OZ711Mx 4-in-1 MemoryCardBus Accelerator 06:05.0 Network controller: Intel Corporation PRO/Wireless 2200BG Network Connection (rev 05) 06:06.0 FireWire (IEEE 1394): Texas Instruments TSB43AB21 IEEE-1394a-2000 Controller (PHY/Link)
Ausführlichere Variante: lspci -vv
Ausgabe von dmidecode: dmidecode
Systemstart: dmesg
Ubuntu-Kernel 2.6.17-10 (Edgy): dmesg
Ubuntu-Kernel 2.6.20-14 (Feisty): dmesg
Kernel-Module: lsmod
Ubuntu-Kernel 2.6.17-10 (Edgy): lsmod
Ubuntu-Kernel 2.6.20-14 (Feisty): lsmod
Xorg.0.log mit radeon-Treiber
Logdatei von Xorg (Edgy): /var/log/Xorg.0.log
Logdatei von Xorg (Feisty): /var/log/Xorg.0.log
Sonstiges:
Allgemeine Informationen zum Notebook: Lifebook E8020 Erfahrungsbericht
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